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Ultravox
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Ultravox war eine 1974 in London gegrĂŒndete britische Band, die zu den bedeutendsten und stilbildendsten Bands der New-Wave- und New-Romantic-Bewegung gehört. 1979 wurde GrĂŒndungsmitglied und SĂ€nger John Foxx von Midge Ure abgelöst und die kommerziell erfolgreichste Phase eingeleitet. Von 1980 bis 1986 verzeichnete die Band mit Songs wie Vienna, Hymn und Dancing with Tears in My Eyes mehrere Top-Ten-Platzierungen in zehn europĂ€ischen LĂ€ndern, Australien, Neuseeland und SĂŒdafrika. Das stilistische Konzept wechselte Ende der 1970er-Jahre unter Foxx zunĂ€chst vom experimentellen Art-Punk und Glam Rock zu einem Synthesizer-dominierten Stil und wurde spĂ€ter mit Ure um gitarrenlastige Rockelemente ergĂ€nzt. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des achten Studioalbums U-Vox gab die Band 1988 ihre Auflösung bekannt.

Zum 30-jĂ€hrigen JubilĂ€um ihrer Hitsingle Vienna kam Ultravox in der Besetzung der 1980er-Jahre erneut zusammen. Im Rahmen einer Reunion-Tournee spielte die Band 2009 und 2010 mehrere Konzerte in Großbritannien und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern. Am 25. Mai 2012 wurde das letzte Studioalbum Brilliant veröffentlicht.

Contents

‱ Texte
‱ Design
‱ Musikvideos
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Bandgeschichte

GrĂŒndung als Tiger Lily (1974 bis 1976)

Die Band, die spĂ€ter als Ultravox bekannt wurde, bildete sich im FrĂŒhjahr 1973, als der Kunststudent und SĂ€nger Dennis Leigh per Inserat nach Musikern suchte. Dem Aufruf folgten zunĂ€chst der Gitarrist Stevie Shears und der Bassist Chris St. John, mit bĂŒrgerlichem Namen Chris Allen und Bruder von Jeffrey Allen, damals Schlagzeuger der Band Hello.cite-ref-1[1] Warren Cann kam im Mai 1974 hinzu und komplettierte am Schlagzeug die erste Besetzung. FrĂŒhe Erfahrungen vor Publikum sammelte die Band bei einem Auftritt im Vorprogramm der Heavy Metal Kids am 16. August 1974 im legendĂ€ren Londoner Marquee Clubcite-ref-2[2], bevor der klassisch ausgebildete Musikstudent und Violinist Billy Currie im Oktober 1974 zur Gruppe stieß. Der Proberaum der Band befand sich in einer Londoner Fabrik fĂŒr Schaufensterpuppen; Leigh finanzierte sein Studium teilweise mit dem Bemalen solcher Puppen fĂŒr den Einsatz in Schaufenstern. Das Quintett veröffentlichte im MĂ€rz 1975 unter dem Namen Tiger Lily (den Warren Cann vorgeschlagen hatte) beim Plattenlabel Gull Records in Großbritannien nur eine Single Ain’t Misbehavin’, eine Coverversion des gleichnamigen Liedes des Jazz-Pianisten Fats Waller fĂŒr den Soundtrack zu einem Film, den ein Freund des Ex-Mannes von Shirley Collins aus Pornofilmen der 1920er-Jahre zusammengeschnitten hatte.cite-ref-artsdesk-3-0[3] Die Gage investierte die Band in ein elektrisches Piano fĂŒr Currie.cite-ref-curriebio-4-0[4] Der Name Tiger Lily wurde nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Mitglieder der Band waren mit Steve Lillywhite befreundet, der ihnen 1975 die Polygram-Studios zur VerfĂŒgung stellte, wenn diese nicht belegt waren. Das Quintett stellte dort innerhalb eines Jahres zwölf DemobĂ€nder zusammen.cite-ref-curriebio-4-1[4] Nach mehreren Umbenennungen in The Zips, Fire of London, London Soundtrack und kurzzeitig The Damned – nicht zu verwechseln mit der Punkband The Damned – entschied sich das Quintett 1976 fĂŒr den von Leigh vorgeschlagenen Namen Ultravox!. Das Ausrufezeichen hinter dem Bandnamen war eine Reminiszenz an die DĂŒsseldorfer Krautrock-Band Neu!.cite-ref-pop-5-0[5] St. John nahm den KĂŒnstlernamen Chris Cross an, Leigh nannte sich fortan John Foxx.cite-ref-cann9798-6-0[6]

Die Jahre bei Island Records (1977 bis 1979)

Chris Blackwell von Island Records nahm die Band im November 1976 nach der Trennung von Roxy Music unter Vertrag. Der Zeitpunkt der Verpflichtung und die Tatsache, dass die Band nur selten live aufgetreten war, fĂŒhrten in der Musikpresse zunĂ€chst zu Irritationen. Jean-Jacques Burnel, Bassist der Stranglers, mutmaßte, Ultravox! sei ein Projekt von Studiomusikern, die Island als Nachfolger fĂŒr Roxy Music zusammengestellt habe.cite-ref-artsdesk-3-1[3] TatsĂ€chlich kam der Vertrag zustande, weil Ultravox! das Label durch einen prĂ€gnanten Liveauftritt ĂŒberzeugt hatte.cite-ref-pop-5-1[5] In Zusammenarbeit mit den Produzenten Brian Eno, Ex-Mitglied von Roxy Music, und Steve Lillywhite wurde am 4. Februar 1977 die erste Single Dangerous Rhythm veröffentlicht. Am 25. Februar des gleichen Jahres folgte das Album Ultravox!. Der New Musical Express hielt die Band fĂŒr Wichtigtuer und Langweiler, konnte der Musik aber auch etwas Positives abgewinnen.cite-ref-7[7] Die Presse blieb distanziert, da sie das Konzept der Band nicht einordnen konnte.cite-ref-currieinterview-8-0[8] Gleichzeitig bildete sich aber eine solide Fanbasis, so gab die Band im Londoner Marquee Club an fĂŒnf aufeinander folgenden Tagen jeweils ausverkaufte Konzerte.

Am 28. Mai wurde die zweite Single Young Savage veröffentlicht, die heute von britischen Musikjournalisten als einer der besten Punksongs bezeichnet wird.cite-ref-quietus-interview-9-0[9] Trouser Press siedelte sie „in der Kluft zwischen Glamrock und Punk“ an.cite-ref-trouserpress-10-0[10] Die Tour zum Album begann in Großbritannien und fĂŒhrte die Band auch nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande. Die ersten nennenswerten Gagen investierte Ultravox in neue Instrumente, darunter einen Synthesizer vom Typ ARP Odyssey.

Das zweite Album Ha!-Ha!-Ha! folgte am 14. Oktober 1977 und wurde fĂŒr den Sound der Band prĂ€gend. Der Einsatz des ARP Odyssey durch Currie, verzerrt durch einen GitarrenverstĂ€rker, wurde ein klangliches Markenzeichen von Ultravox. Aus dem Album wurde ebenfalls im Oktober die Single ROckWrok ausgekoppelt. Nach der Promotion-Tour fĂŒr Ha!-Ha!-Ha! veröffentlichte Island im Februar 1978 die Live-EP Retro, im MĂ€rz 1978 folgten Auftritte in Berlin und Hamburg. Shears FĂ€higkeiten an der Gitarre betrachtete die Band als limitierenden Faktor. FĂŒr das nĂ€chste Album wurde er durch Robert Simon alias Robin Simon, ein ehemaliges Mitglied der britischen Punkband Neo, ersetzt. Das Ausrufezeichen im Bandnamen entfiel. In dieser Besetzung traten sie im Mai 1978 live bei BBCs Old Grey Whistle Test und im August beim Reading Festival auf und förderten ihre PopularitĂ€t.

Das dritte Album Systems of Romance produzierten Ultravox zusammen mit Conny Plank in dessen Studio in Neunkirchen-Seelscheid bei Köln. Das Album wurde nach der Single Slow Motion am 11. September 1978 veröffentlicht. Es markiert die erste Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten, welche die verstĂ€rkte Nutzung von Synthesizern im Ultravox-Sound einleitete. Die im Oktober 1978 nur in Großbritannien veröffentlichte Single Quiet Men sowie die anschließende Tour durch Großbritannien und weitere europĂ€ische LĂ€nder verbreiterte die Fangemeinde und steigerte die Verkaufszahlen; auch in Deutschland erhöhte sich der Bekanntheitsgrad durch insgesamt 15 Auftritte. Dennoch entschloss sich Island, den Plattenvertrag am 1. Januar 1979 aufzulösen, da der kommerzielle Durchbruch ausblieb und die Band sich musikalisch vom Glam- und Punkrock entfernte.

Systems of Romance wurde durch die Kombination von Lyrik und Synthesizersound ein Meilenstein fĂŒr Ultravox und Klischee fĂŒr ein ganzes Genre. SpĂ€ter wurde der Begriff Synthiepop fĂŒr die „Synthesizer-beherrschten Klangebilde“cite-ref-sograf1375-11-0[11] von Ultravox prĂ€gend. Die Musiker wurden als „ZiehvĂ€ter heutiger Synthesizer-Bands“cite-ref-12[12] bezeichnet. Simon Reynolds urteilt in seinem Buch Rip It Up And Start Again: „Was Ultravox ganz entschieden zu VorlĂ€ufern der Synthiepop-Welle der Achtzigerjahre machte, waren ihre europĂ€ische Aura und die unterkĂŒhlte Bildwelt der Entmenschlichung und Dekadenz, die der SĂ€nger und Textschreiber John Foxx entwarf.“cite-ref-reynolds-13-0[13]

Übergangsphase und Einstieg von Midge Ure (1979)

Von der Band teilweise selbst finanziert, startete die Tournee durch die Vereinigten Staaten im Februar 1979 in New York und endete im MĂ€rz in Los Angeles mit dem Ausstieg von Foxx, der eine Solokarriere anstrebte und der Band den Namen ĂŒberließ. Simon blieb nach dem Ausstieg in den USA und schloss sich zunĂ€chst Magazine und spĂ€ter John Foxx an, dessen Album The Garden von ihm an der Gitarre begleitet wurde. Das verbliebene Trio stand ohne Plattenvertrag sowie ohne SĂ€nger und Gitarristen vor dem finanziellen Aus. Billy Currie verdingte sich als Keyboarder bei Gary Numan fĂŒr dessen Album The Pleasure Principle und knĂŒpfte Kontakte zum Londoner Nachtclub Billy’s, einem VorlĂ€ufer des legendĂ€ren Blitz von Steve Strange. Dessen Haus-DJ und Schlagzeuger Rusty Egan machte Currie mit dem Schotten Midge Ure bekannt, mit dem er zusammen bei Rich Kids gespielt hatte. Ure war mit passablem Erfolg als Gitarrist und SĂ€nger bei der Teen-Popband Slik und spĂ€ter als SĂ€nger, Gitarrist und Keyboarder bei der Power-Pop-Formation Rich Kids tĂ€tig gewesen. Strange, Egan und Ure begannen zu diesem Zeitpunkt ein gemeinsames Projekt namens Visage, dem sich auch Currie anschloss. Currie stellte Ure seinen Bandkollegen vor, woraufhin dieser im April 1979 bei Ultravox einstieg.cite-ref-cann9798-6-1[6] Ultravox probte die vorhandenen Songs mit Ure und begann als Quartett, neue Songs zu schreiben.

Bis zu einem neuen Plattenvertrag hielten sich die Bandmitglieder im Sommer 1979 durch Mitwirkung bei Konzerten anderer Musiker ĂŒber Wasser: Ure sprang bei der USA-Tournee von Thin Lizzy als Gitarrist fĂŒr den ausgestiegenen Gary Moore ein, Currie bei der Touring Principles-Tour von Gary Numan und Cann bei Zaine Griff. Bei dieser Gelegenheit lernte Cann den deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer kennen. Daraufhin trat Cann in der englischen Fernsehsendung Top of the Pops als Schlagzeuger der Buggles fĂŒr den Song Video Killed the Radio Star auf, da die Buggles ein reines Studioprojekt waren. Cross half bei James Honeyman-Scott (The Pretenders) und Barry Masters (Eddie & the Hot Rods) aus. Im November und Dezember 1979 setzte Ultravox die Tour durch die Vereinigten Staaten mit neuem SĂ€nger und ĂŒberwiegend alten Songs fort. Die Verbindung mit Visage rĂŒckte Ultravox bei Medien und Fans hĂ€ufig in die NĂ€he der New-Romantic-Bewegung, da Ure und Currie zu diesem Zeitpunkt in beiden Bands spielten und Visage vorwiegend dieser Modewelle zugeordnet wurde. Ure und Currie waren an den beiden ersten Visage-Alben Visage und The Anvil beteiligt und verließen danach das Projekt. Die Einnahmen aus der von Currie und Chris Payne komponierten und von Ure getexteten Visage-Single Fade to Grey investierte Ultravox wieder in neue Instrumente.

Die Jahre bei Chrysalis Records (1980 bis 1986)

Nach der Tour machte die Band im Februar 1980 Chrysalis Records auf sich aufmerksam und erhielt im April einen Plattenvertrag. Ultravox verpflichtete Chris Morrison und Chris O’Donnell, das Managementteam von Thin Lizzy und Phil Lynott, als Manager der Band.cite-ref-14[14] Das erste Chrysalis-Album Vienna nahm die Band bei RAK Records in London auf. Plank ĂŒbernahm in seinem Studio die Abmischung. Das Album wurde am 11. Juli 1980 veröffentlicht. Aus dem Album wurden insgesamt vier Singles ausgekoppelt: Sleepwalk, Passing Strangers, das TitelstĂŒck Vienna () und All Stood Still. Drei Singles konnten sich in den britischen Singlecharts platzieren, Vienna stand vier Wochen lang auf Platz zwei. Das Album erreichte Platin-Status fĂŒr mehr als 300.000 und die gleichnamige Single Gold-Status fĂŒr mehr als 400.000 verkaufte TontrĂ€ger. Der einsetzende kommerzielle Erfolg veranlasste Island Records, am 6. Juni 1980 unter dem Titel Three into One ein Best-of-Album mit Songs aus der Island-Zeit herauszubringen. Anfang 1981 wurde die Single Slow Motion neu veröffentlicht und erreichte Platz 33. Auch außerhalb Großbritanniens blieb der kommerzielle Erfolg nicht aus: Vienna eroberte in Irland, den Niederlanden und Belgien die Chartspitze und in Australien Platz 11, in Neuseeland Platz 2 sowie in SĂŒdafrika Platz 8. Die britische Presse ließ fĂŒr die „atmosphĂ€rische Elektronik“cite-ref-15[15] nicht „den geringsten Zweifel an ihrer musikalischen Meisterschaft“.cite-ref-sograf1375-11-1[11] Der Ultravox-Sound erreichte durch Ures prĂ€gnante Stimme und prĂ€zise Gitarrenriffs einen hohen Wiedererkennungswert.

Im Juni 1981 versammelte sich die Band erneut im Studio von Plank, um das Album Rage in Eden aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt verfĂŒgten Ultravox lediglich ĂŒber einige neue Songfragmente, jedoch hatten sie keine fertig ausgearbeiteten StĂŒcke bereit. Ein Großteil des Materials wurde erst im Studio komponiert. Die erste Single The Thin Wall wurde am 14. August 1981 veröffentlicht, das Album selbst am 11. September. Am 29. Oktober 1981 wurde mit The Voice die zweite Single ausgekoppelt. Beide Singles erreichten die britischen Top 20, das Album die britischen Top 10 und Gold-Status. Im deutschsprachigen Raum konnte sich nur das Album in den deutschen Top 50 platzieren. Teilweise entstanden ausgefallene Arrangements, die sich dem Zuhörer nicht auf Anhieb erschließen. So wurde beispielsweise die Titelzeile aus I Remember (Death in the Afternoon) () im Hintergrund des TitelstĂŒckes Rage in Eden rĂŒckwĂ€rts eingespielt.cite-ref-16[16] Die B-Seiten der Singles umfassten – wie schon bei Vienna – Songs, die nicht auf den Alben enthalten waren und erst zehn Jahre spĂ€ter auf den beiden Rare-Alben neu veröffentlicht wurden. In kreativer Weise nutzte die Band die technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit und festigte ihren eigenen Stil. Das Presseecho war geteilt: WĂ€hrend Melody Maker „BestĂ€tigung, KonsoliditĂ€t und Stil“ erkannte, fand Creem das Werk „steril, inhuman und faschistisch“.cite-ref-17[17] Im Anschluss an die Veröffentlichung startete die Band eine sechsmonatige Welttournee mit mittelmĂ€ĂŸiger Resonanz in den Vereinigten Staaten.

1982 wurde das nĂ€chste große Projekt der Band eingeleitet. Nach zwei Studioalben und kommerziellem Erfolg in Europa und Asien wurde mit George Martin der Erfolgsproduzent der Beatles fĂŒr das dritte Chrysalis-Album Quartet verpflichtet, um in den USA den Durchbruch zu schaffen. Das Album wurde in etwa vier Wochen in den Londoner AIR Studios aufgenommen und auf der Karibikinsel Montserrat fertiggestellt.cite-ref-tourbook-18-0[18] ZunĂ€chst veröffentlichte die Band am 16. September 1982 die Single Reap the Wild Wind, einen Monat spĂ€ter das Album. Anschließend wurden mit Hymn, Visions in Blue und We Came to Dance drei weitere Singles ausgekoppelt. Alle Titel erreichten Platzierungen in den britischen Top 20, Hymn Platz 9 in Deutschland und Platz 6 in der Schweiz. Mit Quartet erreichte Ultravox Platz 63 in den Billboard 200. Mit der Single Reap the Wild Wind und Platz 71 in den Billboard Hot 100 hatte die Band die einzige Chartplatzierung einer Single in den USA. Die SĂŒddeutsche Zeitung nannte Ultravox „die fĂŒhrenden Vertreter der elektronisch aufbereiteten Rockmusik“.cite-ref-szgraf1375-19-0[19] Im November 1982 startete die Band die zweite Welttournee, die im Mai 1983 in Japan endete und wegen des BĂŒhnenbildes auch als Monument-Tour bezeichnet wurde. Im Hintergrund der BĂŒhne stand eine GebĂ€udefassade, die Lichttechnik wurde an klassisch anmutenden SĂ€ulen befestigt. Hervorzuheben sind die Konzerte vom Dezember 1982 im Londoner Hammersmith Odeon, weil sie fĂŒr das Livealbum Monument – The Soundtrack und ein 31-minĂŒtiges VHS-Video mitgeschnitten wurden. Die fĂŒr die BĂŒhnenauftritte notwendige Synthesizer- und BĂŒhnentechnik nahm die ZĂŒge einer Materialschlacht an, was die Band spĂ€ter zu einem Umdenken brachte: Chris Cross bekannte im Tourbook fĂŒr die spĂ€tere U-Vox-Welttournee 1986/87: „No more gothic monstrosities!“ („Keine schauerlichen MonstrositĂ€ten mehr“).

1984 veröffentlichte die Band mit Lament das vierte Studioalbum bei Chrysalis. Durch Nutzung eigener Tonstudios hatten die Musiker mehr FreirĂ€ume bei der kompositorischen Arbeit.cite-ref-tourbook-18-1[18] Das Album wurde in Ures Musicfest Studio in London aufgenommen und selbst produziert. Es wurden vier Singles veröffentlicht, von denen Dancing with Tears in My Eyes () auch außerhalb Großbritanniens ein kommerzieller Erfolg war. Die Presse sprach vom bekannten „englischen Kathedralen-Sound“cite-ref-szgraf1375-19-1[19] und „altbekannten Floskeln“,cite-ref-graf777-20-0[20] obwohl das Album unter anderem durch weibliche Backing Vocals und vorprogrammierte Gesangssamples stilistisch eine Weiterentwicklung darstellte. Bis 1984 gehörte Ultravox zu den erfolgreichsten Bands der New-Wave-Zeit und wurde mit Bands wie Depeche Mode und The Cure in einem Atemzug genannt. Neben den eigenen Alben steuerten Ure und Cross auch die Musik zum Levi’s-Werbespot Rivets bei und komponierten die Titelmusik zum Spielfilm Max Headroom, der Auftakt fĂŒr eine nachfolgende Serie gleichen Namens war.

Midge Ure schrieb im November 1984 zusammen mit Bob Geldof Do They Know It’s Christmas? fĂŒr das Band-Aid-Projekt, um Geld gegen die Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. 1985 machte Ultravox eine kreative Pause, weil Ure mit den Vorbereitungen fĂŒr Live Aid und seinem ersten Soloalbum beschĂ€ftigt war. Die Schaffenspause wurde mit dem Best-of-Album The Collection und der gleichnamigen Zusammenstellung der Videos auf VHS ĂŒberbrĂŒckt. Ultravox trat am 13. Juli 1985 im legendĂ€ren Live Aid-Konzert im Wembley-Stadion letztmals vor der Reunion 2009 in der Besetzung Ure, Currie, Cross und Cann auf. Cann verließ die Band nach musikalischen Differenzen wĂ€hrend der Vorbereitung des nĂ€chsten Albums. Ures Engagement fĂŒr andere Projekte sowie Canns Ausscheiden stellten die Band vor eine Belastungsprobe und bildeten den entscheidenden Auslöser fĂŒr das spĂ€tere ZerwĂŒrfnis.cite-ref-currie10-21-0[21]

1986 erschien das von Plank koproduzierte und in Köln sowie in Curries Hot Food Studios in London aufgenommene Album U-Vox im Bestreben, die Band angesichts der ausklingenden New-Wave-Bewegung musikalisch weiterzuentwickeln. Neben Plank wurde erneut George Martin als Produzent verpflichtet. Der Schlagzeuger Mark Brzezicki von Big Country ersetzte Warren Cann. Die Versuche, neue Wege zu beschreiten, kamen insbesondere in dem Einsatz von BlechblĂ€sern bei Same Old Story und The Prize, der Zusammenarbeit mit der irischen Folkgruppe The Chieftains fĂŒr die Single All Fall Down und der von George Martin arrangierten und mit Orchester eingespielten Single All in One Day zum Ausdruck. Der kommerzielle Erfolg fĂŒr U-Vox blieb jedoch aus. RĂŒckblickend bezeichneten Ure und Currie das musikalische VermĂ€chtnis der Band in Form des letzten gemeinsamen Studioalbums aus den 1980er-Jahren als schlecht.cite-ref-currie10-21-1[21]cite-ref-22[22] Nach der anschließenden Welttournee gingen die Bandmitglieder ab 1987 getrennte Wege und verkĂŒndeten im November 1988 die Auflösung von Ultravox.

Neuauflage der Band um Billy Currie (1988 bis 1995)

Im November 1988 startete Billy Currie abermals eine Zusammenarbeit mit Robin Simon. Aufgrund juristischer Auseinandersetzungen mit Midge Ure um die Rechte an den frĂŒheren Werken konnte Currie den Bandnamen Ultravox zunĂ€chst nicht verwenden. Ein musikalisch kurzlebiges Folgeprojekt namens Humania entstand unter anderem mit Ray Weston am Schlagzeug, der spĂ€ter zu Wishbone Ash wechselte. Die Band spielte etwa ein Jahr lang zusammen und beschrĂ€nkte sich auf Liveauftritte. Erst 2006 wurde von Currie ein Album unter dem Namen Sinews of the Soul veröffentlicht.cite-ref-23[23] Es enthĂ€lt auch zwei neu eingespielte Versionen der Ultravox-Songs Can’t Stay Long (im Original I Can’t Stay Long) und Lament.

Nach Lösung der rechtlichen Probleme reaktivierte Currie 1992 den Namen Ultravox mit wechselnden Bandmitgliedern und einer ĂŒberarbeiteten Version des Hits Vienna. 1993 folgte das in Zusammenarbeit mit Tony Fenelle eingespielte Album Revelation, das bei Fans und Kritikern durchfiel.cite-ref-trouserpress-10-1[10]cite-ref-24[24] Mit neuer Besetzung um den SĂ€nger Sam Blue und den Gitarristen Vinny Burns erschien 1994 das Album Ingenuity. 1995 wurde zudem die Liveproduktion Future Picture mit Material einer Italien-Tour vom Sommer 1993 herausgebracht. Dem Gesangsstil von Blue attestierten Rezensenten zuweilen Ähnlichkeiten mit der Stimme von Midge Ure. Auch der Sound einiger Songs wie Ingenuity, Ideals oder Majestic wies aufgrund der Currie-typischen SynthesizerklĂ€nge Parallelen zum musikalischen Stil der frĂŒheren Titel auf.cite-ref-25[25] Dennoch konnte auch dieses Album nicht an die kommerziellen Erfolge der 1980er-Jahre anknĂŒpfen.

Comeback-Tournee und elftes Studioalbum (2008 bis 2013)

Der Kontakt der Bandmitglieder untereinander riss kurz nach der Auflösung von Ultravox im Jahr 1988 fast vollstĂ€ndig ab. Midge Ure und Billy Currie beschritten Solopfade als Musiker und Produzenten, Chris Cross und Warren Cann traten musikalisch nicht mehr öffentlichkeitswirksam in Erscheinung. Cross praktizierte viele Jahre in Schottland als Psychotherapeutcite-ref-26[26], Cann ließ sich in Los Angeles nieder und suchte als Arrangeur die NĂ€he zur Filmindustrie.cite-ref-cann10-27-0[27]

Ure und Currie kamen anlĂ€sslich der Neuauflage der fĂŒnf Chrysalis-Alben wenige Tage nach Veröffentlichung der Remastered Definitive Edition von Vienna zusammen, um eine Akustikversion des TitelstĂŒckes zu Promotionszwecken zu spielen. Der Song wurde am 2. Oktober 2008 in den Abbey Road Studios aufgenommen und im britischen Radiosender Absolute Radio in der Geoff Lloyd’s Hometime Show live ausgestrahlt.cite-ref-28[28] In der auch 2008 noch aktiven Fangemeinde sorgte der gemeinsame öffentliche Auftritt beider Musiker genau 20 Jahre nach Auflösung der Band und fast 30 Jahre nach Produktion des Albums Vienna fĂŒr großes Aufsehen. Zuvor hatte bereits Chris O’Donnell – frĂŒher Bandmanager und gegenwĂ€rtig Konzertveranstalter bei Live Nation – alle vier ehemaligen Mitglieder der Formation aus den 1980er-Jahren kontaktiert und die Chancen eines Comebacks ausgelotet.cite-ref-tourbook-18-2[18]

Anfang November 2008 wurde die in Anlehnung an das 1981er-Album Return to Eden genannte Reunion-Tournee bekannt gegeben. Mehr als 23 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt bei Live Aid gaben Ure, Currie, Cross und Cann von Mitte April bis Anfang Mai 2009 insgesamt 17 Konzerte in Großbritannien und Irland. Der Mitschnitt im Londoner Roundhouse am 30. April 2009 diente als Basis fĂŒr das ein Jahr spĂ€ter veröffentlichte Livealbum Return to Eden – Live at the Roundhouse. Ausverkaufte Hallen zeugten von einer sehr guten Publikumsresonanz, die die Band zur Teilnahme am Isle of Wight Festival und Lokerse Feesten in Belgien sowie zu einer Zusatzveranstaltung in Duisburg veranlasste. Eine Fortsetzung der Konzertreihe in Großbritannien und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern inklusive Deutschland und der Schweiz fand im FrĂŒhjahr 2010 unter dem Titel Return to Eden Part II statt. Im August 2010 hatte die Band unter anderem sechs Auftritte beim Forever Young Festival in Schweden zusammen mit anderen Vertretern der New-Wave-Ära wie Alphaville und The Human League. Ende MĂ€rz 2011 erschien die EP Moments from Eden mit Livemitschnitten der zweiten Return to Eden-Konzertreihe zunĂ€chst bei Online-Musikdiensten und Anfang Mai in Form einer limitierten und kĂŒnstlerisch aufgewerteten Ultimate Deluxe Edition als kombinierte CD- und 10"-Vinyl-Version.

Nach fast zweijĂ€hriger Vorbereitungszeit veröffentlichte Ultravox am 25. Mai 2012 das elfte Studioalbum Brilliant. Es erschien nach einem zwischenzeitlichen Wechsel des Plattenlabels bei EMI Records und wurde von Stephen Lipson produziert, der bereits mit Bands und KĂŒnstlern wie Frankie Goes to Hollywood, Propaganda, Grace Jones und Annie Lennox zusammengearbeitet hatte. Von September bis November 2012 begab sich die Band mit altem und neuem Material erneut auf Konzertreise durch Europa. Zum Start der Brilliant-Tournee kam eine weitere EP mit der Singleauskopplung Live und drei zusĂ€tzlichen Titeln 7/8 (Studio Instrumental), We Stand Alone und Astradyne (jeweils Live Return to Eden Part II 2010) heraus.cite-ref-29[29] DarĂŒber hinaus ist ein Livemitschnitt vom 27. September 2012 mit 24 der im Londoner Hammersmith Apollo gespielten 27 Titel als Doppel-CD oder MP3-Download bei Live Here Now erhĂ€ltlich.

Bei ihren letzten Auftritten Ende November 2013 spielte Ultravox in Großbritannien vier knapp einstĂŒndige Konzerte als „Special Guests“ der schottischen Band Simple Minds im Rahmen ihrer Greatest Hits Tour.cite-ref-30[30] WĂ€hrend Midge Ure anschließend seine Solokarriere fortsetzte, verkĂŒndete Billy Currie Anfang 2017 in einem Beitrag auf seiner Homepage den Ausstieg aus der Band.cite-ref-31[31]

Am 25. MĂ€rz 2024 starb der Bassist Chris Cross im Alter von 71 Jahren; die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.cite-ref-32[32]

Konzept und Stil

Dennis Leigh war schon als Kind technikbegeistert. An der Kunstschule kam er mit dem Futurismus in BerĂŒhrung und der Idee, dass die GerĂ€uschkunst die Musik ersetzen wĂŒrde. Russolos Manifest L’arte dei rumori (Die Kunst der GerĂ€usche) inspirierte Leigh auch zum Bandnamen, einem Kofferwort der lateinischen Begriffe fĂŒr Jenseitigkeit (ultra) und Stimme (vox). Der Titel des Manifests wurde auch 1983 fĂŒr die britische Band The Art of Noise zur unmittelbaren Vorlage und die Musikpresse nannte die frĂŒhe Synthie-Pop-Bewegung gelegentlich „Futurists“.

“The name was mine, it means in Latin – ‚ultra‘ means‚ beyond all reasonable expectations‘ and ‚vox‘ means voice, of course.”

„Der Name stammte von mir; ‚ultra‘ bedeutet auf Lateinisch jenseits aller vernĂŒnftigen Erwartungen‘, und ‚vox‘ bedeutet natĂŒrlich Stimme.“

–

John Foxx in einem Interview

John Cage und The Velvet Underground verstÀrkten in Foxx den Wunsch, neben seinem Kunststudium Musik zu machen. Am Royal College of Art kam er zum ersten Mal mit Synthesizern in Kontakt und war fasziniert von den klanglichen Möglichkeiten.cite-ref-numanfoxxinterview-34-0[34] Beeinflusst vom Glam Rock (New York Dolls) und Psychedelic Rock (The Velvet Underground) aus den Vereinigten Staaten beabsichtigte Leigh, ein britisches Gegengewicht mit musikalischer Experimentierfreude und psychedelischer Lyrik zu schaffen.

“We admired Roxy, had noticed Kraftwerk, loved Tomorrow Never Knows and the New York Dolls and the Velvets and Iggy and the early Shadows (perfect name, music and concept – Frightened City – what a title). Loved the Futurists and Fritz Lang and Film Noir and wanted to make a strange mating between Britain and Germany.”

„Wir bewunderten Roxy, hatten Kraftwerk bemerkt, liebten Tomorrow Never Knows und die New York Dolls und die Velvets und Iggy und die frĂŒhen Shadows (perfekter Name, Musik und Konzept – Frightened City – was fĂŒr ein Titel). Liebten die Futuristen und Fritz Lang und den Film Noir und wollten eine merkwĂŒrdige Verschmelzung zwischen Großbritannien und Deutschland.“

–

John Foxx in den Linernotes zum digital remasterten DebĂŒtalbum

Ultravox!

Diese unterschiedlichen musikalischen und literarischen EinflĂŒsse irritierten die Presse genauso wie die Hörer.cite-ref-35[35] Den ersten Liveauftritt unter dem Namen Ultravox! im The Nashville in London im November 1976, kurz nachdem Island sie unter Vertrag genommen hatte, kommentierte die Musikpresse unisono als von der Plattenfirma lancierten Hype:

“An arrogant ‚hello, love me‘ entrance with no live gig goodwill to act as a safety net... I donâ€Čt believe Ultravox! and I donâ€Čt like them – but I like their album.”

„Eine arrogante ‚hallo, liebt uns‘-EinfĂŒhrung mit fehlendem Willen zu Liverauftritten als Fangnetz... Ich glaube Ultravox! nicht und ich mag sie nicht – aber ich mag ihr Album.“

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Phil Mc Neill im New Musical Express, Linernotes zum digital remasterten DebĂŒtalbum

Obwohl ein Ă€hnlicher Hype auch um die Sex Pistols stattfand, haftete der Band dieser Makel der UnglaubwĂŒrdigkeit trotz guter Plattenkritiken fĂŒr die DebĂŒtsingle Dangerous Rhythm und das DebĂŒtalbum Ultravox! unwidersprochen an und beeinflusste so möglicherweise auch die Verkaufszahlen. Zeitgenössisch hĂ€ufig als SpĂ€t-Glam bezeichnet, wurde die Band um John Foxx in der Retrospektive hĂ€ufig dem Post-Punk zugeordnet,cite-ref-reynolds-13-1[13] obwohl viele Songs des Studioerstlings Ultravox! bereits zwischen 1974 und 1976 entstanden waren und damit zeitgleich zum Punk, als dessen britischer Startschuss die Veröffentlichung von Anarchy in the UK der Sex Pistols im November 1976 gilt. Eine Abgrenzung zum Punk erfolgte bereits im Rahmen der Zusammenstellung der VorgĂ€ngerband Tiger Lily durch Foxx: In Großbritannien begann Punk als eine Verschmelzung von Glam Rock und Pub Rock, und vom Pub Rock grenzte sich Foxx rigoros ab.cite-ref-artsdesk-3-2[3]

Der zynische Albumtitel des Nachfolgealbums Ha! Ha! Ha! war von der Antipathie der damals einflussreichen Musikpresse beeinflusst, wie die Band in Interviews nach der Veröffentlichung mitteilte:

“We hadn’t got our own way and so with Ha! Ha! Ha! we were out to piss off as many people as possible. We knew it was going to do jack shit in terms of sales so we just left stuff in there like all the feedback at the end of Fear in the Western World.”

„Wir konnten unseren Kopf nicht durchsetzen und wollten mit Ha! Ha! Ha! so viele Leute wie möglich verprellen. Wir wussten, dass es sich beschissen verkaufen wĂŒrde, also ließen wir Zeug wie das ganze Feedback am Ende von Fear in the Western World drin.“

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Billy Currie in den Linernotes zum digital remasterten zweiten Album

Diese gezielte Befremdung der Musikpresse resultierte erneut in negativen Kritiken, auch solcher Autoren, die der Band zunĂ€chst positiv gegenĂŒberstanden wie Pete Silverton von Sounds. Die VerĂ€nderung wurde durch einen Wechsel von Foxx’ BĂŒhnenoutfit vom transparenten Plastikmantel hin zu uniformartiger, faschistoider, schwarzer Kleidung unterstrichen, was dem Regelbuch des Punk ebenfalls widersprach. Die Befremdung der Musikpresse und das schwarze BĂŒhnenoutfit wurde spĂ€ter durch Bands wie Joy Division aufgegriffen.

Die Abwendung von rockistischen „Amerikanismen“cite-ref-reynolds-13-2[13] und das Experimentelle im Sound der Band wurde durch den Einsatz von elektronischen Instrumenten auf den Alben Ha! Ha! Ha! und stĂ€rker noch auf Systems Of Romance zur einflussreichen Vorlage fĂŒr eine Reihe von Musikgenres in den Achtzigerjahren.

„Wir fĂŒhlen europĂ€isch. Die Art von Begleitung und die Melodien, die wir uns einfallen lassen, wirken irgendwie deutsch. Das war schon so, bevor wir hierhergekommen sind.“

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John Foxx in einem Interview mit dem New Musical Express auf die Frage, weshalb das dritte Album mit Conny Plank aufgenommen wurde

Erst in der Retrospektive erkannte die damals sehr einflussreiche Musikpresse diese Bedeutung:

“There must be a lot of people around scratching their heads wondering why they didn’t get into Ultravox... The most plausible reason for the band never having more than a cult following and hence not devastating the album charts is they were unfashionable at the time when the music press was at its most influential...”

„Es muss eine ganze Menge Leute geben, die sich am Kopf kratzen und sich wundern, warum sie sich nicht mit Ultravox beschĂ€ftigten... Der glaubhafteste Grund dafĂŒr, dass die Band nie mehr als KultanhĂ€nger hatte und daher die Albumcharts nicht stĂŒrmte, liegt darin, dass sie zu einem Zeitpunkt unzeitgemĂ€ĂŸ waren, als die Musikpresse am einflussreichsten war...“

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Mike Nicholls im Record Mirror, Linernotes zum digital remasterten Album

Systems of Romance

Zeitgenössische KĂŒnstler erkannten das Potential der Band bereits frĂŒh fĂŒr sich. Gary Numan bezeichnete das dritte Album Systems of Romance als grĂ¶ĂŸten einzelnen Einfluss fĂŒr seinen Electro Wavecite-ref-36[36]:

“Back in ’78 Systems of Romance was probably the most important album to me in terms of how I wanted to approach electronic music. It was exactly where I wanted to go with my own music.”

„Damals im Jahr 1978 war Systems of Romance vermutlich das wichtigste Album fĂŒr mich in Bezug darauf, wie ich an elektronische Musik herangehen wollte. Genau dahin wollte ich mit meiner eigenen Musik.“

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Gary Numan in den Linernotes zur digital remasterten Version von

Systems of Romance

Die Mitglieder der Band nahmen Einfluss auf die Genres Minimal Electro (Foxx solo), New Romantic (Currie und Ure mit Visage) und Synthiepop (Ultravox ohne Foxx). Mick Mercer attestierte den frĂŒhen Ultravox zudem EinflĂŒsse auf den Gothic Rock.cite-ref-37[37] Ultravox prĂ€gte die europĂ€ische Musikszene und den New Wave dadurch erheblich.

Nick Rhodes von der spĂ€ter gegrĂŒndeten Band Duran Duran war ebenfalls bereits frĂŒh von der Band ĂŒberzeugt:

“Ultravox were the link between punk and what came next.”

„Ultravox waren das Bindeglied zwischen Punk und dem, was danach kam.“

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Nick Rhodes in den Sleevenotes zum digital remasterten DebĂŒtalbum Ultravox!

FĂŒr Rusty Egan, Schlagzeuger bei der Band The Rich Kids und DJ in den Nachtklub Billy’s und Blitz, das spĂ€ter die Keimzelle der New Romantic-Bewegung werden sollte und Bands wie Spandau Ballet und Visage hervorbrachte, gehörten Quiet Men und Slow Motion zum Standardrepertoire.

Das Konzept wurde mit dem Weggang von Foxx und dem Eintritt von Ure schließlich auch kommerziell ausgewertet. Die meisten Songs des 1980 veröffentlichten und kommerziell sehr erfolgreichen Albums Vienna entstanden bereits im FrĂŒhjahr 1979. Die psychedelische Lyrik von Foxx wurde durch eingĂ€ngigere Texte von Ure aufgegeben, aber die anhaltende Experimentierfreudigkeit mit elektronischen KlĂ€ngen brachte das Konzept ab 1980 in die Erfolgsspur.

Texte

Die Texte der Schaffensperiode bei Island Records, die ausnahmslos von John Foxx stammen, orientieren sich an dem, was er auf den Straßen Londons in der zweiten HĂ€lfte der 1970er-Jahre wahrnahm. Bereits der Eröffnungstitel des ersten Albums macht dies deutlich: Saturday Night in the City of the Dead („Samstagnacht in der Stadt der Toten“).

“Stands in the dole queue, face like a statue / Laugh like a maniac, walk like a king, too / Spiked hair, don’t care. Oxfam outlaw / Rap band rips it out, you’re buzzing like a chainsaw”

„Steht in der Arbeitslosengeldschlange, Miene wie eine Statue / Lacht wie ein VerrĂŒckter, schreitet auch wie ein König / Stacheliges Haar, macht nichts. Oxfam-Ausgestoßener / SchlĂ€gerkumpels reißen es raus, du brummst wie eine KettensĂ€ge“

–

Zweite Strophe von

Saturday Night in the City of the Dead

Das Thema Mensch-Maschine (zum Beispiel in I Want To Be a Machine) entnahm er bei Electronic Revolution („Die Elektronische Revolution“) von W.S. Burroughs.cite-ref-numanfoxxinterview-34-1[34] Die dystopischen Szenarien, in denen er den Zerfall der Gesellschaft, die Vereinsamung des Individuums und die Auflösung von Zeit und Raum beschreibt, sind den Romanen von J.G. Ballard entlehnt.cite-ref-numanfoxxinterview-34-2[34]cite-ref-sellarsfoxxinterview1-38-0[38]cite-ref-sellarsfoxxinterview2-39-0[39] Auch Motive aus Ballards Crash (1996 von David Cronenberg verfilmt) schlugen sich in einigen Texten nieder, insbesondere bei My Sex aus dem zweiten Album:

“My sex is a spark of electro flesh / A neon outline on a high-rise overspill / Skyscraper shadows on a car-crash overpass / It wears no future faces, owns just random gender”

„Mein Sex ist ein Funken Elektrofleisch / Ein Neonprofil auf dem HochhausĂŒberfluss / Wolkenkratzerschatten auf einem Autounfall auf einer ÜberfĂŒhrung / Er hat nicht die Fratzen der Zukunft, ihm gehört nur eine Zufallsrolle“

–

Refrain von

My Sex

FĂŒr Hiroshima Mon Amour nahm er unmittelbar Anleihen bei Marguerite Duras beziehungsweise Alain Resnais. Neben diesen Literaten verarbeitete er auch cineastische Quellen in den Songtexten. Zu diesen gehören unter anderem Carol Reeds Der dritte Mann nach dem Buch von Graham Greene, Wolf Rillas Das Dorf der Verdammten und Jules Dassins Die Ratte von Soho.cite-ref-numanfoxxinterview-34-3[34] Foxx’ Sprache ist bildreich und bedient sich dabei hĂ€ufig verschiedener Farben oder dem Spiel von Licht und Schatten sowie Begriffen aus der Kinematografie. Seine gesangliche Akzentuierung reicht vom Staccato in Saturday Night in the City of the Dead bis zum Legato in Just for a Moment:

“Listening to the music the machines make / I let my heart break / Just for a moment”

„WĂ€hrend ich der Maschinenmusik lauschte / Ließ ich mein Herz zerbrechen / Nur fĂŒr einen Moment“

–

Refrain von

Just For a Moment

Nach dem Weggang von Foxx und vor dem Einstieg von Ure entstanden erstmals Songs ohne Text (Astradyne) oder ohne Gesang (Mr. X, gesprochen von Warren Cann). In der 1980er-Besetzung einigten sich alle Bandmitglieder darauf, an Text und Komposition gleichbeteiligt zu sein. FĂŒr das Album Vienna steuerte Cann etwa die HĂ€lfte der Songtexte bei.cite-ref-cann10-27-1[27] Obwohl die Arbeitsaufteilung im Einzelnen nicht mehr nachvollziehbar ist, erklĂ€rte Billy Currie in einem Interview, dass hauptsĂ€chlich Midge Ure fĂŒr die spĂ€teren Texte verantwortlich zeichnete.cite-ref-currieinterview-8-1[8]

ZunĂ€chst blieb die Gruppe dem Thema vom Verfall der Gesellschaft und Vereinsamung treu (zum Beispiel in Passing Strangers und Mr. X), wechselte aber von der Beobachterperspektive unter Foxx in die Sichtweise des Betroffenen. Bei Presseinterviews zu Vienna wurde eine Verbindung mit der Wiener Secession („Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“) und Gustav Klimt hergestellt, die Ure spĂ€ter zurĂŒcknahm.cite-ref-urerollingstoneinterview-40-0[40] Die Texte zu Rage in Eden („Aufruhr im Paradies“) blieben in der ErzĂ€hlperspektive und handelten von Ängsten (The Thin Wall, Stranger Within) und AutoritĂ€t (The Voice, Accent on Youth). Erste religiös gefĂ€rbte Texte (Rage in Eden) wiesen bereits die Richtung fĂŒr das nachfolgende Album Quartet mit seinen zahlreichen Anspielungen. Diese fanden sich in einigen Titeln (Reap the Wild Wind, Serenade und Hymn) oder im Vokabular einiger Texte („Passionsspiel“ in We Came to Dance und „in Stille geleistete Eide“ in Visions in Blue). Zuweilen waren die Formulierungen mehrdeutig. Obwohl Hymn hinsichtlich Duktus wie ein Glaubensbekenntnis anmutet, zielen Deutungsversuche eher in Richtung einer zynischen Betrachtung von Religion.cite-ref-41[41] Auch die im Musikvideo erzĂ€hlte Geschichte unterstĂŒtzt in manchen Analysen die These von einem Teufelspakt, der im Untergang endet.cite-ref-42[42]

“Give us this day all that you showed me / The power and the glory, till my kingdom comes / Give me all the storybook told me / The faith and the glory, till my kingdom comes”

„Gib uns dieser Tage, was du mir vorgefĂŒhrt hast / Die Macht und den Ruhm, bis mein Königreich komme / Gib, wovon mir das Geschichtenbuch erzĂ€hlt / Den Glauben und den Ruhm, bis mein Königreich komme“

–

Refrain von

Hymn

Auf dem Album Lament wandelte sich die religiöse PrĂ€gung ins Mystische (Man of Two Worlds). DarĂŒber hinaus rĂŒckten politische Themen in den Vordergrund (White China, Dancing With Tears in My Eyes und Heart of the Country). Interpretationen zufolge nahm White China mögliche Auswirkungen der damals noch in der Zukunft liegenden Übergabe Hongkongs (das „Weiße China“ genannt) an China im Jahr 1997 vorweg:cite-ref-43[43]

“When white turns to red / In the not too distant days / Will force and misery / Be the life you have to lead?”

„Wenn Weiß sich in Rot umwandelt / In nicht allzu ferner Zeit / Wird Gewalt und Elend / Das Leben bestimmen, das du fĂŒhren musst?“

–

Zweite Strophe von

White China

Nach Dancing With Tears in My Eyes thematisierte Ultravox mit der Single All Fall Down vom Album U-Vox erneut die Gefahren bei der zivilen und militĂ€rischen Nutzung von Kernenergie. Hintergrund waren diesmal die Mitte der 1980er-Jahre durch das WettrĂŒsten im Kalten Krieg aufkommenden ZukunftsĂ€ngste. Der Song reihte sich in die damals populĂ€ren BeitrĂ€ge anderer KĂŒnstler wie Russians von Sting zur weltweiten Friedensbewegung ein:

“Well look in the mirror and what do you see / An American, Russian, a soldier or me? / When you’ve all pressed the buttons just where will you be / When we all fall down?”

„Schaut in den Spiegel und sagt, was ihr seht / Einen Amerikaner, Russen, einen Soldaten oder mich? / Wenn ihr die Knöpfe gedrĂŒckt habt, wo werdet ihr dann sein / Wenn wir alle gefallen sind?“

–

FĂŒnfte Strophe von

All Fall Down

Instrumentierung

1973 startete die Band in der klassischen Rockbesetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug, hatte aber von Anfang an einen experimentelleren Sound im Sinn.cite-ref-quietus-interview-9-1[9] Mit Currie kam frĂŒhzeitig ein klassisch ausgebildeter Musiker hinzu, der das Repertoire der Band um eine Violine mit elektromagnetischem Tonabnehmer und ein Crumar E-Piano erweiterte. Die Band feilte mit den vorhandenen Instrumenten ein Jahr am Sound und experimentierte mit der Studiotechnik.cite-ref-cann9798-6-2[6] Bereits auf dem DebĂŒtalbum setzte die Band fĂŒr das StĂŒck My Sex einen Drumcomputer ein.cite-ref-artsdesk-3-3[3] Durch den Plattenvertrag verbesserte sich die finanzielle Situation der Band; zur selben Zeit wurden Synthesizer preislich erschwinglich. Mit Currie am ARP Odyssey entwickelte Ultravox bereits auf dem zweiten Album ein Sound-Markenzeichen und sammelte Liveerfahrungen mit diesem Instrument. Currie bediente außerdem ein ELKA Rhapsody 610 fĂŒr Streichersounds. Bei Hiroshima Mon Amour kamen beide Instrumente zum Einsatz – in den ersten Akkorden das ELKA, in der zweiten HĂ€lfte der ARP.cite-ref-cann9798-6-3[6] Auf dem dritten Album leitete Cann die UnterstĂŒtzung mit Rhythmusmaschinen ein und machte Ultravox zu einer der ersten britischen Bands mit elektronischer Perkussion. Weitere Studioexperimente wie mit dem ARP Odyssey aufgenommene Tape-Loops waren erste FrĂŒchte der Zusammenarbeit mit dem deutschen Toningenieur Conny Plank wĂ€hrend der Phase bei Island.

Mit Ure kam nach dem Weggang von Foxx und Shears nicht nur ein Ersatz fĂŒr Gesang und Gitarre. Ure hatte bei Rich Kids erste Erfahrung mit Synthesizern gesammelt. FĂŒr das Album Vienna setzten erstmals alle Bandmitglieder elektronische Instrumente ein. Der kommerzielle Erfolg von Vienna eröffnete der Band neue Möglichkeiten fĂŒr Instrumentierung und Studionutzung. FĂŒr das Album Rage in Eden war die Band im Studio nicht mehr zeitlich limitiert und hatte mit Conny Plank zudem einen Mentor, der die Musiker bei der Ausarbeitung der Sounds beriet. War das Album Vienna noch innerhalb von zehn Tagen aufgenommen und nach 14 Tagen abgemischt worden, ging die Band fĂŒr Rage in Eden ohne vorbereitete Kompositionen fĂŒr mehrere Wochen ins Studio. Die Synthesizertechnik wurde um zusĂ€tzliche GerĂ€te erweitert. Der polyphone Yamaha CS-80 kam bei Livekonzerten zunĂ€chst nicht zum Einsatz – im Gegensatz zu Simmons sechseckigen Syndrums. Mit diesen spielten Ure, Currie und Cross bei der Monument-Tour ein fast anderthalbminĂŒtiges von Cann am Schlagzeug begleitetes Solo zum Ausklang von The Voice, mit dem auch die Konzerte der spĂ€teren Comeback-Tourneen Return to Eden endeten.

FĂŒr das Album Quartet kamen weitere elektronische Instrumente hinzu, insbesondere Sampler. Im Einzelnen handelte es sich um den in Deutschland von der Palm Productions GmbH hergestellten PPG Wave 2.2 sowie einen E-mu Emulator und Yamaha GS1, VorlĂ€ufer der spĂ€teren DX-Serie. Da die simultane Bedienung aller Synthesizer problematisch wurde, bekam Ultravox UnterstĂŒtzung von Colin King und Danny Mitchell, die ab der Monument-Tour auch die Nebenstimmen bei Livekonzerten beisteuerten. FĂŒr das Album Lament wurden einige der vorhandenen Instrumente durch solche mit MIDI-Schnittstelle ersetzt, die bei Liveauftritten von zwei Linn 9000 getriggert wurden. Die digitalen Synthesizer programmierte die Band mit Gesangs-Samples. Solche Samples sind auf White China (Yamahas GS-1) oder auf dem TitelstĂŒck Lament (Palm PPG Wave 2.2) zu hören. Mae McKenna, die Schwester des Schlagzeugers Ted McKenna (Rory Gallagher, Michael Schenker Group), steuerte fĂŒr Man of Two Worlds Passagen in GĂ€lischer Sprache bei. Neben Shirley Roden war Debi Doss, zuvor SĂ€ngerin bei den Buggles in Video Killed the Radio Star, eine der beiden Nebenstimmen in A Friend I Call Desire. Bei der Set Movements-Tournee zu Lament wurden insgesamt 26 einzelne Eingangssignale an die PA-Anlage ĂŒbergeben.cite-ref-44[44] Da der Soundcheck fĂŒr die gesamte AusrĂŒstung etwa fĂŒnf Stunden dauerte, trat Ultravox nicht auf Festivals auf. Speziell fĂŒr den Auftritt beim Live-Aid-Konzert mit vier Songs kam eine andere, ĂŒberwiegend digitale Instrumentierung zum Einsatz: Ure neben der Gitarre am E-mu Emulator II, Currie neben der Violine am Yamaha DX7 und Kurzweil K250, Cross am Minimoog und am Bass und PPG Wave 2.2 sowie Cann am Schlagzeug und einer Schlagzeugmaschine vom Typ Oberheim DX.cite-ref-45[45]

Bei den Return to Eden-Tourneen 2009 und 2010 verwendete Ultravox ausschließlich digitale Keyboard-Sounds. Dabei wurden die SynthesizerklĂ€nge mit einer auf Laptops laufenden Softwareemulation als virtuelle Instrumente erzeugt. GegenĂŒber frĂŒheren Konzerten konnte die benötigte Hardware in erheblichem Umfang reduziert werden. DarĂŒber hinaus erlaubte der Einsatz von In-Ear-Monitoring eine individuelle und reproduzierbare Abmischung jedes einzelnen Songs. Der Zeitaufwand fĂŒr die Soundchecks insbesondere im Publikumsbereich der unterschiedlichen Veranstaltungsorte beschrĂ€nkte sich somit auf wenige Minuten.cite-ref-cann10-27-2[27]

Design

TontrÀger

Als Kunst- und Grafikdesignstudent arbeitete Foxx auch an der optischen PrĂ€sentation der Band. Neben ausgefallener BĂŒhnenkleidung erstreckte sich dieses Interesse auf die Gestaltung der Schallplattencover. So zeichnete er unter seinem bĂŒrgerlichen Namen Dennis Leigh fĂŒr das Design der PlattenhĂŒlle zum DebĂŒtalbum verantwortlich. Das Foto auf der Vorderseite stammt von Gered Mankowitz, der bereits mit Jimi Hendrix gearbeitet hatte, und stellt die Band vor einer Klinkerwand unter dem Neonschriftzug „Ultravox!“ dar, der auch in den Promotionsvideos von Island Records verwendet wurde. Die RĂŒckseite zeigt Foxx kniend mit gefalteten HĂ€nden inmitten von Monitoren mit seinem Konterfei. Das Album Ha!-Ha!-Ha! zeigt stereoskopisch verfremdete Schwarzweißfotos der einzelnen Bandmitglieder auf der Vorder- und RĂŒckseite. Auf der Vorderseite von Systems of Romance sind Farbfotos in Form von Proofs abgebildet, auf der RĂŒckseite die fĂŒnf damaligen Bandmitglieder.

Die Fotos auf Vienna stammen von Brian Griffin, das Design ĂŒbernahm Glenn Travis. Auf dem Cover der gleichnamigen Single ist das Grab des österreichischen Klavierbauers Carl Schweighofer abgebildet, das sich auf dem Wiener Zentralfriedhof befindet. Rage in Eden markierte die erste Zusammenarbeit mit Peter Saville, der bei Factory Records fĂŒr Joy Division und New Order gearbeitet hatte. Das unter der Bezeichnung Rage Face bekannt gewordene Schallplattencover basiert auf Werken von Claus Hansmann und HervĂ© Morvan. Wegen rechtlicher Probleme bei der Verwendung von Morvans Vorlage CinĂ©monde ersetzte Chrysalis das Cover kurz nach der Erstveröffentlichung des Albums durch alternative Illustrationen auf Grundlage dreier Pferdeköpfe (Three-horse Logo). 2008 erteilten die neuen EigentĂŒmer fĂŒr eine begrenzte Anzahl von Exemplaren der Remastered Definitive Editions von Rage in Eden die Lizenz zur Nutzung des ursprĂŒnglichen Covers, die sich auch auf die Return to Eden-Tour in den beiden Folgejahren sowie das gleichnamige Livealbum erstreckte.

FĂŒr Quartet ĂŒbernahm Peter Saville die Gestaltung des gesamten grafischen Konzeptes, zu dem neben dem Entwurf des Schallplattencovers auch die Gestaltung des BĂŒhnenbildes fĂŒr die Liveauftritte der Band bei der Monument-Tournee gehörte. Zudem wurden Elemente des Monuments auch fĂŒr einige Musikvideos verwendet. Die Idee von Monument – ein GebĂ€ude im Stil altitalienischer Baukunst mit Anspielungen auf die Freimaurerei – wurde grafisch auf den HĂŒllen einiger Singles fortgefĂŒhrt. Oft waren nur BruchstĂŒcke des Monuments zu erkennen, spĂ€testens auf dem Cover von Quartet erschien das Monument komplett und passend zum Albumtitel in vier Perspektiven: Grundriss, Kreuzriss, Aufriss und axonometrisch. Auf dem Cover von Monument – The Soundtrack, dem Livealbum zur Tournee, wurde das Monument als BĂŒhnenbild abgelichtet. Auch das Design fĂŒr Lament stammt aus der Feder von Saville und zeigt den neolithischen Steinkreis von Callanish auf der Isle of Lewis, der auch als Schauplatz fĂŒr das Musikvideo zu One Small Day diente.cite-ref-46[46] FĂŒr das Album U-Vox ĂŒbernahm Michael Nash das Design.

Musikvideos

Ab 1980 wurde das neue Medium Musikvideo konsequent fĂŒr die Vermarktung der Songs genutzt. War das Video fĂŒr die Single Sleepwalk noch mit Bildern eines Liveauftrittes in St Albans unterlegt, wurden fĂŒr das ĂŒberwiegend in Schwarzweiß gedrehte Video zu Passing Strangers bereits Außenaufnahmen und Spezialeffekte wie Pyrotechnik und Trockeneisnebel verwendet. Obwohl das Video wie ein kurzer Kinofilm wirkt, wurde es nicht auf 35-mm-Film gedreht. Den Cinemascope-Eindruck erreichte Regisseur David Mallet durch SchwĂ€rzung des oberen und unteren Bildrandes und durch eine schnelle Schnittfolge. FĂŒr die Single Vienna nahm Regisseur Russell Mulcahy – Ă€hnlich wie zuvor John Foxx bei den Songtexten – Anleihen an die Film-noir-Epoche und verwendete ebenfalls den Cinemascope-Effekt.cite-ref-wicke1994-47-0[47] Das Video zu Vienna ist teilweise in Schwarzweiß gedreht und unterstrich damit die Bestrebungen von Ultravox, von anderen Gruppen Ă€hnlicher Stilrichtung unterscheidbar zu sein. Das Video wurde nur teilweise in Wien selbst gedreht, da viele touristische SehenswĂŒrdigkeiten im Winter wĂ€hrend der Dreharbeiten geschlossen waren. Die Anfangssequenz auf Kopfsteinpflaster mit dem weißen Pferd entstand an der St Paul’s Church im Londoner Stadtteil Covent Garden und wurde passend zum Rhythmus geschnitten. Alle Innenaufnahmen entstanden ebenfalls in London. Lediglich die Szene vor dem Stephansdom, einige Sequenzen auf dem Zentralfriedhof sowie die Schlussszene vor der Karl-BorromĂ€us-Kirche wurden an einem einzigen Drehtag in Wien gefilmt und im Video verwendet. Die Produktionskosten beliefen sich auf etwa 6000 Britische Pfund und wurden von der Band vorfinanziert.cite-ref-cann9798-6-4[6] Im Gegensatz dazu ist All Stood Still ein sogenanntes Stage-Video, also eine BĂŒhnenaufzeichnung der vor Publikum spielenden Band.

Russel Mulcahy realisierte auch die beiden Videos The Voice und The Thin Wall zum Album Rage in Eden. The Voice stellte einen bildlichen Bezug zwischen der „Stimme“ oder dem „Mitspracherecht“ des Volkes und der AutoritĂ€t vertreten durch Radio, Presse, Fernsehen, MilitĂ€r und Justiz her. The Thin Wall („Die dĂŒnne Wand“) spielte visuell mit Angststörungen wie der Klaustrophobie oder der Angst vor dem Ertrinken. Mulcahy sagte zu seinen Videos:

„Ich nehme einen Song niemals wörtlich, sondern versuche immer eine andere Ebene darĂŒberzulegen, so dass die Leute ihn auffassen können, wie sie wollen. Das entspricht auch den Vorstellungen, die die meisten Musiker von ihrer Musik haben. So ist ein Pop-Video in gewisser Hinsicht ‚visuelle Musik‘.“

–

Russel Mulcahy

Zwischen 1982 und 1984 realisierten Midge Ure und Chris Cross alle Videos von Ultravox selbst. HĂ€ufig verwendeten sie zum Songtitel passende Motive. Bei Reap the Wild Wind („Den Sturm ernten“, nach dem Bibelvers aus Hosea 8,7) wurden Dokumentaraufnahmen von Fliegern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in den Handlungsstrang eingebunden. Die darauf folgende Singleauskopplung Hymn („Loblied“) griff die Schlusssequenz von Reap the Wild Wind zu Beginn auf und verwendete unter Mitwirkung des britisch-schweizerischen Schauspielers Oliver Tobias faustische Motive. Das Video zu Visions in Blue wurde von der BBC wegen freizĂŒgiger Inhalte nur in einer gekĂŒrzten Version ausgestrahlt.cite-ref-49[49] Die unzensierte Originalversion ist auf der ersten VHS-Ausgabe von The Collection aus dem Jahr 1984 und auf der DVD The Very Best of von 2009 enthalten.

Zu den weltweit bekanntesten Videos zĂ€hlt Dancing With Tears in My Eyes, in dem ein Unfall in einem Kernkraftwerk zum atomaren GAU fĂŒhrt und aus der Sicht eines Paares emotional geschildert wird. 1984 war der GAU eine Fiktion, sollte aber schon zwei Jahre spĂ€ter in der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl Wirklichkeit werden. Das Video fĂŒr Lament („Klagelied“) wurde auf der Insel Skye gedreht. Love’s Great Adventure hĂ€lt sich stilistisch an die damals populĂ€re Filmreihe um Indiana Jones. Das Filmplakat zu JĂ€ger des verlorenen Schatzes erscheint zudem kurz im Hymn-Video.

Seit Ende Januar 2009 verfĂŒgt Ultravox ĂŒber einen eigenen Kanal bei YouTube.cite-ref-50[50] Außerdem wurde Anfang September 2010 ein Vevo-Kanal bereitgestellt.cite-ref-51[51]

Diskografie

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Hauptartikel

:

Ultravox/Diskografie

Studioalben

| Jahr | Titel Musiklabel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 52 ] (Jahr, Titel, Musiklabel , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 52 ] (Jahr, Titel, Musiklabel , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 52 ] (Jahr, Titel, Musiklabel , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 52 ] (Jahr, Titel, Musiklabel , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 52 ] (Jahr, Titel, Musiklabel , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel Musiklabel | DE | AT | CH | UK | US | Anmerkungen |
| 1977 | Ultravox! Island Records (Island) | — | — | — | — | — | Erstveröffentlichung: 25. Februar 1977 |
| 1977 | Ha!-Ha!-Ha! Island Records (Island) | — | — | — | — | — | Erstveröffentlichung: 14. Oktober 1977 |
| 1978 | Systems of Romance Island Records ( EMI ) | — | — | — | — | — | Erstveröffentlichung: 8. September 1978 |
| 1980 | Vienna Chrysalis Records (Chrysalis) | DE 22 (20 Wo.) DE | — | — | UK 3 Platin (73 Wo.) UK | US 164 (9 Wo.) US | Erstveröffentlichung: 11. Juli 1980 VerkĂ€ufe: + 310.000 |
| 1981 | Rage in Eden Chrysalis Records (Chrysalis) | DE 48 (8 Wo.) DE | — | — | UK 4 Gold (24 Wo.) UK | US 144 (6 Wo.) US | Erstveröffentlichung: 11. September 1981 VerkĂ€ufe: + 130.000 |
| 1982 | Quartet Chrysalis Records (Chrysalis) | DE 13 (19 Wo.) DE | — | — | UK 6 Gold (30 Wo.) UK | US 61 (17 Wo.) US | Erstveröffentlichung: 15. Oktober 1982 VerkĂ€ufe: + 100.000 |
| 1984 | Lament Chrysalis Records (Chrysalis) | DE 18 (22 Wo.) DE | — | — | UK 8 Gold (27 Wo.) UK | US 115 (9 Wo.) US | Erstveröffentlichung: 6. April 1984 VerkĂ€ufe: + 100.000 |
| 1986 | U-Vox Chrysalis Records (Chrysalis) | DE 49 (3 Wo.) DE | — | CH 29 (1 Wo.) CH | UK 9 Gold (6 Wo.) UK | — | Erstveröffentlichung: 13. Oktober 1986 VerkĂ€ufe: + 100.000 |
| 1993 | Revelation Deutsche Schallplatten Berlin (DSB) | — | — | — | — | — | Erstveröffentlichung: 10. Mai 1993 |
| 1994 | Ingenuity Intercord (Intercord) | — | — | — | — | — | Erstveröffentlichung: 10. November 1984 |
| 2012 | Brilliant Chrysalis (EMI) | DE 27 (2 Wo.) DE | AT 59 (1 Wo.) AT | CH 67 (1 Wo.) CH | UK 21 (1 Wo.) UK | — | Erstveröffentlichung: 25. Mai 2012 |

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Literatur

‱ Christian Graf: Rockmusiklexikon. Europa / Band 2, L–Z. Taurus Press, Hamburg 1986, ISBN 3-922542-22-0, S. 435–866.
‱ Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusiklexikon. Europa / Band 2, Lake–Zombies. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-596-12388-7, S. 751–1515.
‱ Ultravox: In Their Own Words. Omnibus Press, London 1984, ISBN 0-7119-0553-3, S. 32.
‱ Francis Drake, Peter Gilbert: Ultravox – Past, Present and Future. Fanmagazin. 1978.
‱ Simon Reynolds: Rip It Up And Start Again. Hannibal Verlag, Höfen 2007, ISBN 978-3-85445-270-6, Kapitel 17 Electric Dreams: Synthiepop.
‱ Robin Eggar: Midge Ure, If I Was
 The Autobiography. Virgin Books, 2005, ISBN 0-7535-1077-4, S. 288 (britisches Englisch).

Weblinks

Commons

: Ultravox

– Album mit Bildern und Audiodateien

‱ Offizielle WebprĂ€senz von Ultravox
‱ Ultravox bei AllMusic (englisch)
‱ Ultravox bei Discogs
‱ Ultravox bei IMDb
‱ Ultravox bei laut.de
‱ Deutsche Fanseite

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Christian Reder: From Glamrock to Power Punk
 In: chrecas.de. Abgerufen am 17. August 2010 (englisch).
cite-note-22. ↑ The Marquee Club: 1974. In: TheMarqueeClub.net. 2009, archiviert vom Original am 28. Dezember 2008; abgerufen am 24. August 2009 (englisch).
cite-note-artsdesk-33. ↑ TheArtsDesk.com: Q&A: Musician John Foxx. (Autor: Kieron Tyler). Abgerufen am 22. Oktober 2025.
cite-note-curriebio-44. ↑ Billy Currie: Biography/Discography. In: Billy Currie official website. 2006, abgerufen am 9. September 2009 (englisch).
cite-note-pop-55. ↑ Jonathan Wright: Future Rock. In: Classic Pop. Nr. 57, Oktober 2019, S. 38.
cite-note-cann9798-66. ↑ Warren Cann and Jonas WĂ„rstad: Ultravox The Story: Warren Cann interviewed by Jonas WĂ„rstad. (PDF: 4,4 MB) In: Ultravox official website. 1997, abgerufen am 8. Oktober 2012 (englisch).
cite-note-77. ↑ Phil McNeil: Ultravox! Review by Phil McNeil, New Musical Express. In: Island50.com. April 1977, abgerufen am 10. September 2009 (englisch).
cite-note-currieinterview-88. ↑ Adam Locks: Old Friends Electric - Billy Currie. In: Beatmag.com. November 2006, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 7. Juli 2014; abgerufen am 8. Oktober 2012 (englisch).
cite-note-quietus-interview-99. ↑ Alex Ogg: The Quietus: John Foxx Interviewed – The Quiet Man Speaks. In: TheQuietus.com. 7. November 2008, abgerufen am 7. September 2009 (englisch).
cite-note-trouserpress-1010. ↑ Steven Grant, Ira Robbins, Brad Reno: Ultravox. In: Trouser Press. 2007, abgerufen am 7. September 2009 (englisch).
cite-note-sograf1375-1111. ↑ Quelle: Sounds, Presse zitiert nach Graf, Rausch, S. 1375/1376
cite-note-1212. ↑ Quelle: Musikexpress, zitiert nach Graf, Rausch, S. 1375/1376
cite-note-reynolds-1313. ↑ Reynolds, S. 338
cite-note-1414. ↑ Speakers 2008: Chris Morrison. In: SouthWestSound.org.uk. 2008, archiviert vom Original am 7. Mai 2009; abgerufen am 16. September 2009 (englisch).
cite-note-1515. ↑ Quelle: New Musical Express, zitiert nach Graf, Rausch, S. 1375/1376
cite-note-1616. ↑ Warren Cann: Rage in Eden lyric mystery. (PDF: 0,3 MB) In: Ultravox official website. Abgerufen am 26. Februar 2012 (englisch).
cite-note-1717. ↑ Presse zitiert nach Graf/Rausch, S. 1376
cite-note-tourbook-1818. ↑ Tourbook Return to Eden, Interview-Einlage, 2009. (ohne Seitenangabe, englisch)
cite-note-szgraf1375-1919. ↑ Quelle: SĂŒddeutsche Zeitung, zitiert nach Graf, Rausch S. 1375/1376
cite-note-graf777-2020. ↑ Graf, S. 777
cite-note-currie10-2121. ↑ Jim Powell: The Billy Currie Interview. In: 2uptop.com. 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 6. September 2011; abgerufen am 23. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-2222. ↑ Beatrix Gutmann: Midge Ure: „Deutsche Fans sind sehr loyal“. In: DerWesten online. 7. Mai 2010, archiviert vom Original am 20. Mai 2010; abgerufen am 14. Oktober 2020.
cite-note-2323. ↑ Im Booklet zum Album befindet sich unter anderem eine von Currie verfasste subjektive Schilderung der damaligen Auseinandersetzung mit Ure.
cite-note-2424. ↑ Ultravox: album reviews and ratings. In: musicfolio.com. Mai 1999, abgerufen am 24. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-2525. ↑ The Christopher Currie: Tentative Review: Ultravox – Ingenuity. In: tranglos.com. 30. Januar 1998, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. Juni 2010; abgerufen am 24. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-2626. ↑ Thomas H Green: Why Ultravox decided to give 'Vienna' another whirl. In: telegraph.co.uk. 6. April 2009, abgerufen am 23. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-cann10-2727. ↑ Chi Ming Lai: Mr X: Interview with Warren Cann of Ultravox. In: electricity-club.co.uk. 13. Oktober 2010, archiviert vom Original am 8. Januar 2014; abgerufen am 23. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-2828. ↑ Ultravox at Abbey Road. In: AbsoluteRadio.co.uk. 2008, archiviert vom Original am 8. Juli 2014; abgerufen am 15. Dezember 2015 (englisch, Fotos von Ure und Currie).
cite-note-2929. ↑ Jon Stickler: Ultravox Unveil Further Plans For 'Brilliant’ Tour. Stereoboard.com, 31. August 2012, abgerufen am 1. September 2012 (englisch).
cite-note-3030. ↑ Jon Stickler: Simple Minds And Ultravox To Perform Four UK Arena Shows In November & Tickets. Stereoboard.com, 19. MĂ€rz 2013, abgerufen am 19. MĂ€rz 2013 (englisch).
cite-note-3131. ↑ Billy Currie: News. BillyCurrie.com, 4. Januar 2017, abgerufen am 3. April 2024 (englisch).
cite-note-3232. ↑ Alex Rigotti: Midge Ure pays tribute to Ultravox bassist Chris Cross, who has died aged 71. Nme.com, 2. April 2024, abgerufen am 2. April 2024 (englisch).
cite-note-331. Dave Thompson: Alternative Rock. Miller Freeman, San Francisco 2000, ISBN 0-87930-607-6, S. 695.
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cite-note-3737. ↑ Mick Mercer: Gothic Rock Black Book. In: MickMercer.com. 13. Februar 2004, abgerufen am 8. Oktober 2012 (englisch).
cite-note-sellarsfoxxinterview1-3838. ↑ Simon Sellars: A Whirlpool With Seductive Furniture: The John Foxx Interview. In: Ballardian.com. 2. September 2006, abgerufen am 7. September 2009 (englisch).
cite-note-sellarsfoxxinterview2-3939. ↑ Simon Sellars: A Whirlpool With Seductive Furniture: The John Foxx Interview – part 2. In: Ballardian.com. 2. September 2006, abgerufen am 7. September 2009 (englisch).
cite-note-urerollingstoneinterview-4040. ↑ Sean Egan: Midge Ure Feeds His Mind – Band-Aid Co-organizer looks back on a life in rock. In: RollingStone.com. 16. November 2004, archiviert vom Original am 16. Januar 2008; abgerufen am 23. September 2014 (englisch).
cite-note-4141. ↑ Frank Millward: Ultravox – Serenade. (DOC: 55 kB) Analysing Popular Music. In: Ultravox official website. Kingston University, Januar 2005, S. 5 f., abgerufen am 1. Juli 2012 (englisch).
cite-note-4242. ↑ Ultravox The Hymn – Sell Your Soul to the Devil. In: mind-body-spirit-uk.com. Archiviert vom Original am 29. Oktober 2011; abgerufen am 15. Dezember 2015 (englisch).
cite-note-4343. ↑ Chi Ming Lai: Ultravox – RTE2 Live. In: electricity-club.co.uk. 13. April 2010, archiviert vom Original am 18. Juni 2010; abgerufen am 25. Oktober 2010 (englisch).
cite-note-4444. ↑ Gilles Coudert: Ultravox 1984 Setup jpg. In: MatrixSynth.com. 12. Januar 2008, abgerufen am 21. September 2009 (englisch).
cite-note-4545. ↑ Ultravox Live Aid. In: MatrixSynth.com. 1. Januar 2008, abgerufen am 21. September 2009 (englisch).
cite-note-4646. ↑ Sam Maynard: Ultravox and the Stones. In: Hebrides.com. 3. August 2009, abgerufen am 25. August 2009 (englisch).
cite-note-wicke1994-4747. ↑ Peter Wicke: „Video Killed the Radio Star“ – Glanz und Elend des Musikvideos. In: HU Berlin.de. 1994, abgerufen am 8. Oktober 2012.
cite-note-482. M. Shore: The Rolling Stone Book of Rock Video. Rolling Stone Press, New York 1984, S. 103, zitiert nach Wicke
cite-note-4949. ↑ Ultravox – Ultimate Discography: 1975–2004. In: Discogs.h17.ru. 2005, archiviert vom Original am 15. November 2012; abgerufen am 12. Oktober 2009 (englisch).
cite-note-5050. ↑ Official Ultravox. In: YouTube.com. 27. Januar 2009, abgerufen am 12. Oktober 2009 (englisch).
cite-note-5151. ↑ UltravoxVEVO's channel. In: YouTube.com. 1. September 2010, abgerufen am 14. November 2012 (englisch).
cite-note-charts-523. Chartquellen: DE AT CH UK US